Die Ronsdorfer Bücherstube in Wuppertal

Bücher online und bei uns im Geschäft kaufen

Sie sind auf der Suche nach neuem Lesestoff für gemütliche Winterabende oder den nächsten Strandurlaub? Sie möchten einem lieben Menschen eine Freude machen und ein gutes Buch verschenken? Bücher kaufen macht Spaß – und damit Sie Ihren Bücherkauf rundum genießen können, bieten wir in unserer kleinen Buchhandlung in Wuppertal den passenden Rahmen dafür.

In gemütlichem Ambiente können Sie bei uns stöbern und in aller Ruhe alte Klassiker oder neue Lieblingsbücher (wieder-)entdecken. Von spannenden und schönen Büchern für Groß und Klein über diverse Sachliteratur bis hin zu Kochbüchern, Reiseführern und Hörbüchern können Sie bei uns alles kaufen, was das Leseherz begehrt. Und da wir Bücher nicht nur beruflich, sondern auch privat lieben, beraten wir Sie in Wuppertal stets mit viel Engagement und Fachwissen.

Bücher ganz einfach online kaufen – Tag für Tag, rund um die Uhr


Für alle Bücherfreunde, die auch außerhalb unserer Öffnungszeiten in den Genuss des Bücherkaufes kommen möchten, bieten wir in unserem Online-Shop ein vielfältiges Sortiment. Hier können Sie rund um die Uhr Literatur für jeden Geschmack kaufen. Wählen Sie einfach Ihren Favoriten und lassen Sie sich die Bestellung ganz bequem nach Hause liefern. Alternativ können Sie die Bücher auch persönlich bei uns in Wuppertal-Ronsdorf abholen.

Ob online oder vor Ort – wenn Sie Bücher kaufen möchten, sind wir Ihr Ansprechpartner in Wuppertal-Ronsdorf. Es freuen sich auf Ihren Besuch:

Susanna Erb, Christian Oelemann, Sabine Täger, Manuela Romund und Michael Gebauer

Schweigende Stadt

Schweigende Stadt

Veronika Wolf hat einen packenden Roman über eine fast vergessene Katastrophe geschrieben: Den Flugzeugabsturz am 08.12.1988 in Remscheid. Hier eine Leseprobe: „Hören Sie auf, mehr muss ich gar nicht wissen, das ist Nervengift, Nervengift! Sie sind vergiftet – arbeiten Sie mit Chemikalien?“ Laura starrt Dr. Czerny an. Sie sitzt auf dem braunen Holzstuhl in seinem Arztzimmer. Er lehnt sich zurück, schaut sie neugierig an. Ein großer, kantiger Mann mittleren Alters, sicher, klares offenes Gesicht. Zugewandt. Freundlich. Laura ist zum ersten Mal in seiner Praxis. Sie hat Schmerzen. Vor vielen Jahren fing es an. Das linke Bein. Sie war Ende dreißig und humpelte. Viele Monate. Dann lahmte der rechte Arm, dann die Schultern, der linke Arm, die Füße und wieder das linke Bein. Und jetzt, fast 25 Jahre später, konnte sie vor Schmerzen nicht mehr auftreten. Mehrfach schon war sie im Krankenhaus gelandet. Und im Rollstuhl. Der Chef der Neurologie hatte ratlos die Schultern gezuckt. „Das, was Sie haben, hat kein Mensch. Ich weiß nicht, ob ich Sie mit einem jungen Liebhaber auf eine einsame Insel oder in die Psychosomatik stecken soll!“ „Ist das Ihr Ernst? Vergiftet? Nervengift?“ Tief aus ihrem Magen breitet sich eine heiße Welle aus. In ihren Handgelenken schlägt laut ihr Puls. Nervengift. „Nein, ich arbeite am Schreibtisch, keine Chemikalien. Nervengift – ja, vielleicht.“ 10 13.26 Uhr. Dreizehnuhrsechsundzwanzig Es ist Donnerstag, der 8. Dezember 1988. Nebel, Regen. Ein ganz normaler Mittag. In einer ganz normalen Familie. Laura bereitet das Essen zu. Vier kleine Kinder. Ihre kleinen Söhne. Noch nicht lange wohnen sie in dem Haus in der Straße, die von den Alten immer noch „Im Himmel“ genannt wird. Großer Garten. Alte Bäume. Wenig Blumenbeete. Weißes Gartenhaus. Schwarzer Schiefer an den Hauswänden. Ein wackliger Zaun. Dichte, grüne Hecke rundherum. Ein Bach und eine riesige Linde vor dem Haus. Einst eine Schmiede. 1753. Ab und zu fährt noch eine Eisenbahn auf den rostigen Schienen am Haus vorbei. Zwischen den Bohlen wuchert das Unkraut. Das Haus vibriert dann mit der Lok um die Wette, die Fenster klirren bedrohlich. Der dicke Kirschbaum stellt sich schützend vor die Haustür. Mit einer Mischung aus Angst und Neugierde rennen dann die Kinder ans Fenster. Und winken den wenigen Fahrgästen zu. Alles hatte gepasst, als Laura für ihre Familie das Haus fand: Großes Haus, viele Zimmer für viele kleine Beinchen. Ein wunderschöner verwunschener Garten. Die alte Linde vor dem Haus, der Baum ihres Familienwappens. Hatte sie sich deshalb gleich verliebt in dieses mehr als zweihundert Jahre alte, etwas verfallene Fachwerkhaus am Waldrand? Zufall? Schicksal? Viel zu tun im Haus. Wände herausbrechen, die Fußböden schleifen, das Dach dämmen. Neue Fenster rein. Treppe streichen. Heizung installieren und eine Badewanne für die Kinder. Und alles gesund und biologisch einwandfrei. Damit ging sie ihrem Mann schon mal auf die Nerven. Beim Einzug waren sie erst zu viert. Zwei kleine Söhne, einer vier, der andere 11 zwei. Kurz nach dem Einzug kam Sohn Nummer drei auf die Welt und zwei Jahre später Sohn Nummer vier. Und jetzt waren sie zu sechst. Lauras kleine große Familie. Mittagszeit. Ein ungemütlicher Tag. Neblig. Es nieselt. Kalt. 8. Dezember. Kurz nach Eins. Zeit, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Die Kinder setzen sich um den runden Holztisch. Tellergeklapper. Es dauert eine Weile, bis die drei Großen sitzen. Und mal wieder viel zu viel auf die Teller schaufeln. Warmer Milchreis mit Kirschen und Zimt und Zucker. „Bergisch“. Leibgericht. Laura setzt sich zu ihnen. Sie erzählen. Aus dem Kindergarten. Der Große ist still. Die doofen Hausaufgaben. Seit ein paar Monaten ist er erst in der Schule. Er schaut Laura aufmerksam an. Ihr erstes Kind. Ein wichtiger Mensch in ihrem Leben. Kinder. ihre Kinder. Mal im Kopf, im Bauch, in ihrer Seele, im Gefühl – sie rotieren durch Mütterkörper. Und oftmals setzen sie sich irgendwo fest. Alle schaufeln den süßen Reis. Den Kleinen würde sie später stillen. Noch soll er keinen Milchreis. Er hat sowieso gerade Besseres zu tun. Die Großen schauen ihm fasziniert zu. Und ein wenig neidisch: das erste Mal auf den kleinen Beinchen rennt er allein durchs Zimmer. Steht dabei sicher in einem Holzgestell, setzt die Füße auf und bewegt sich blitzartig auf kleinen Rädern nach vorne. Höchstes Glück für ein neugieriges Halbbaby! Und Laura erzählt, dass sie dieses Lauflernstühlchen gerade in der Nachbarschaft für ein paar Mark gekauft hat. Nein, nicht geeignet für so große Jungs! Mit Mühe hält sie die Großen ab, dieses kleine Fahrzeug auch auszuprobieren. „Nein, erst essen wir. Könnt Ihr Euch gleich mal richtig anschauen!“ „Wir gehen spielen!“ Die beiden Mittleren haben schon wieder genug, rennen ins Spielzimmer, das Laura gleich beim Einzug ins Haus zwischen Küche und Esszimmer für 12 die Kinder reserviert hat. Ein großes, buntes Zimmer für alle - nur zum Spielen. Hier waren die Kinder in der Nähe, sie waren zusammen und sie konnte trotzdem in der Kü- che werkeln. Die Kinderzimmer und Schlafzimmer eine Etage höher. Kassettenhören, Malen, Lesen und Hausaufgaben machen ist Privatsache. Der Große geht langsam nach oben. Laura deckt den Tisch ab. Ein dunkles, brummendes Geräusch weit entfernt draußen am Himmel lässt sie aufhorchen. Irgendwie weit weg, aber doch bedrohlich. Sie hält inne. Langsam wird es lauter. Das Geräusch kommt näher. Es bewegt sich auf sie zu. Immer lauter. Das muss ein großes Flugzeug sein. Ab und zu kamen ja auch mal Kampfjäger vorbei. Schnelle, laute. Aber jetzt: Ein dunkles, tiefes, bedrohliches Brummen. Immer näher. Laura geht schnell zum Fenster. Was ist das? Versucht, den Nebel mit den Blicken zu durchdringen. Es ist dicht, da draußen. Trotzdem, ein großer Schatten am Himmel vor ihr. Er kommt direkt auf ihr Haus zu. Immer lauter. Tief und hässlich. Motorendröhnen. Ein Flugzeug. Es ist das Dröhnen eines großen Flugzeuges. Tief, laut und sehr nah. Was soll das? Aus dem Augenwinkel sieht Laura, wie sich der Kleine seelenruhig eine Handvoll Erde aus dem großen Blumentopf in den Mund steckt. Endlich kann er alles erkunden! Lauras Kopf geht schnell wieder zum Fenster. Es dröhnt in den Ohren. Ihre Gedanken überschlagen sich. Tiefflieger – das muss ein Tiefflieger sein. Gott - was machen die hier?! Was jetzt? Ist das da draußen wichtiger oder zuerst dem Kleinen die Erde aus dem Mund nehmen? Sie durchbohrt den Nebel nach einer Antwort – haut es ab? Nein, sehr langsam kommt es weiter auf sie zu. Angst kriecht in ihren Körper. In ihr Bewusstsein: Sie ist mit den Kindern allein im Haus. Der Große sitzt oben in seinem Zimmer an 13 den Hausaufgaben. Die Kehle schnürt sich zu. Was wird das? Raus hier. Weg. Sie schaut zu dem Kleinen. Der Mund ist erdeverschmiert. Egal. Sie packt ihn, nimmt ihn unter den Arm. Ruft laut nach den anderen. „Kommt, schnell, schnell aus dem Haus!“ Denken, laufen. Das Dröhnen überdeckt alles. Und dann knallt es. Explosion. Laut. Ohrenbetäubend. Sie stehen wie festgenagelt in der Küche. Dann ist es still. Unheimlich still. Als ob die Luft den Atem anhält. Ein kleiner, unendlicher Moment lang. Eine Welle erfasst das Haus. Die Kinder schreien erschrocken auf. Die Fenster klirren. Das Haus wackelt. Der große braune Holzschrank neben dem Esstisch wankt. Irgendwo im Haus klirrt es. Von oben hört sie Poltern, etwas fällt. Ein kleiner, überraschter Schrei. Ist das ein Erdbeben? Schnell weg. Die Kinder an die Hand, der Große kommt von oben. „Das Haus hat gewackelt. Ich bin vom Stuhl gefallen. Und jetzt ist ein dicker Strich über den Hausaufgaben.“

Mehr ...
Jürgen Kasten schrieb einen Krimi mit Lokalkolorit auf literarischem Niveau

Jürgen Kasten schrieb einen Krimi mit Lokalkolorit auf literarischem Niveau

Krimi Bergisches Land von Jürgen Kasten Auf einem ehemaligen Wuppertaler Versuchsfeld für genetisch veränderten Reis wird der junge Biologiestudent und Umweltaktivist Clemens Heintze leblos aufgefunden. Sowohl die Umstände seines Todes als auch der Fundort geben Rätsel auf. Wer war dieser Mensch, den niemand wirklich zu kennen schien?

Buch des Monats

Buch des Monats

Ein Roman erobert sukzessive die Medien: FÜR ELISE von Peter Klohs.

Buch des Monats Juli: Klohs’ „Für Elise“
Der neue Roman der Wuppertaler Autorin Angelika Zöllner  ist eben erschienen:

Der neue Roman der Wuppertaler Autorin Angelika Zöllner ist eben erschienen:"Wenn das Gras schweigt"

Klappentext: Elija, ein junger Wuppertaler, hat - mit Hängen und Würgen - das Germanistikstudium abgeschlossen. Seine schwedisch-deutsche Freundin verlässt ihn wegen eines älteren, brillierenden Kunstprofessors. Da beschließt er eine Auszeit und folgt, auf der grübelnden Suche nach Sinnwerten im Leben, der Einladung seines Onkels nach Rom. Gefesselt, nicht nur von Michelangelos Werken, treibt er sich tags wie nachts im römischen Leben herum. Schließlich folgt er seinem Onkel Tonio – Archäologe am orientalischen Museum in Rom –auf eine Reise nach Rhodos. Dort begegnen ihm allerlei Wirrungen, er findet einen Job und verliebt sich neu. Auf vergessene Philosophien und Persönlichkeiten wird Elija aufmerksam und entdeckt eine seltene Schriftenreihe „Von der Würde des Menschen“. Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Ethik beginnt er, sich mit den ursprünglichen Kardinaltugenden nach Plato auseinander zu setzen. Zu allerlei Verwicklungen führen drei Liebesgeschichten, bis Elija, wieder in seiner Heimatstadt angekommen, beruflich wie privat sich neu zu orientieren beginnt. Die ethischen Werte werden heutzutage mehr und mehr in Frage gestellt. 'Wenn das Gras schweigt' möchte anregen, sich mit diesem Thema wieder neu zu beschäftigen.

Ausschnitt aus FÜR ELISE

22.05.2015Ausschnitt aus FÜR ELISE

Peter Klohs las am 22.05.2015 anlässlich eines Benefizkonzerts des Jazzpianisten Christoph Spendel für den Hospizverein Bonn Lighthouse im Bonner Pantheon.

Peter Klohs in Bonn
Herzlichen Glückwunsch an Michael Zeller, den neuen Regensburger Stadtschreiber!

Herzlichen Glückwunsch an Michael Zeller, den neuen Regensburger Stadtschreiber!

WDR 3 - Resonanzen: Gespräch mit Michael Zeller über sein Buch BruderTod (http://buchkultur.de/tipp_des_monats/tip=148)

Mehr ...

Herzlichen Glückwunsch an Michael Zeller, den neuen Regensburger Stadtschreiber!

Unser November-Tipp erfährt nicht nur bei uns Lob über Lob! Es ist sicherlich eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit.

Matthias Dohmen über BRUDERTOD
Ein großartiges Werk! Endlich auch in großartiger Ausstattung lieferbar!

Ein großartiges Werk! Endlich auch in großartiger Ausstattung lieferbar!

„Viktor im Schattenland“ ist ein erstaunliches Jugendbuch, das die von Harry Potter bereits platt getretenen Erzählpfade des Fantasy-Genres meidet und dennoch phantasie– und vor allem liebevoll von der Persönlichkeitsentwicklung eines Zwölfjährigen erzählt, dem der Druck von Schule und Elternhaus über den Kopf zu wachsen droht. Gerd Haehnels Sprache ist wohltuend unaufgeregt und vermeidet die leider in der Literaturszene so häufig anzutreffende Anbiederung der Erwachsenen an Teenager. Was die Qualität dieses Ausnahme-Romans angeht, kann ich nur von Exorbitanz sprechen. Abgesehen vom spannenden Lesevergnügen profitieren Lehrer, Eltern und Schüler von der Lektüre dieses Romans, weil er dabei hilft, Versagensängste zu besiegen. Allein das ist ein Wunder! Ehrlich gesagt bin ich im Grunde ein Fantasy-Muffel, aber was Gerd Haehnel da geschaffen hat, bewegt mich zutiefst. Eine so liebevolle Geschichte las ich wirklich selten. Wie Viktor sich von den Mächten der Schatten (seine Ängste) befreit, ist ein pädagogisches und schriftstellerisches Meisterstück. Wer Gelegenheit hat, Gerd Haehnel live zu erleben, sollte sich die Möglichkeit nicht entgehen lassen! Die Ronsdorfer Bücherstube hatte bereits im Februar des vergangenen Jahres die Ehre - unvergesslich! „Viktor“-Vergleichbares habe ich bislang nicht gelesen! Ein Juwel in der zeitgenössischen Jugendliteratur!

Mehr ...
Ellinor Wohlfeil in der Ronsdorfer Bücherstube am 28.02.2015

Ellinor Wohlfeil in der Ronsdorfer Bücherstube am 28.02.2015

Wer nicht die Gelegenheit hatte, Ellinor Wohlfeil bei ihrer grandiosen Lesung in der Bücherstube zu bestaunen, kann hier in vier Teilen bei youtube nacherleben, was er verpasst hat

Mehr ...

Ronsdorf auf einen Blick

Mehr ...
SeelenFlausen

SeelenFlausen

Transformierende Lyrik, die heiter stimmt

Mehr ...
Buch ist mehr

Buch ist mehr

Hier finden Sie interessante Neuigkeiten über den Buchmarkt sowie Glossen, Autorenportraits und Kurzgeschichten

Mehr ...
Verleger und Romanautor Zsolt Majsai und Buchhändler Christian Oelemann stoßen auf den Erfolg des Monatstipps Juli an, Elisabeth Wintermantels YARON.

Verleger und Romanautor Zsolt Majsai und Buchhändler Christian Oelemann stoßen auf den Erfolg des Monatstipps Juli an, Elisabeth Wintermantels YARON.

Mehr ...

Die Ronsdorfer Bücherstube fühlt sich geehrt

Mehr ...
Peter Klohs liest

21.01.2015Peter Klohs liest

Ein großartiger Rezitator trägt seine eigene Erzählung DER GAST vor

Mehr ...

"Rufen Sie uns an unter 0202/2461603


Unsere Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 09.00-18:30
Sa: 09.00-13.00
Sie können vor und neben unserer Buchhandlung parken.








Herzlichen Glückwunsch an Michael Zeller, dem neuen Regensburger Stadtschreiber!

"

Christian Oelemann