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Tip des Monats April 2001

Die letzte Wette
Jason Starr
Hanser
Preis & Buchdaten

rezensiert
von

Michael
Gebauer

geb. Buch
 
 
 
 
 
 
 

 


Nach seinem gelungenen Kriminalroman "Top Job" liefert uns Jason Starr ein weiteres Meisterstück dieses Genres. "Die Letzte Wette" bietet Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, eingefügt in einen gut durchdachten Handlungsbogen. David, Mitarbeiter einer Werbeagentur, hat ein Verhältnis mit einer Angestellten derselben Firma und wird von ihr erpresst, als er versucht sich aus dieser Beziehung zu lösen. Schon bald hat er eine Menge weiterer Probleme. Eines davon hat mit Joey zu tun, dem Ehemann der Freundin seiner Frau. Dieser hat nichts besseres im Sinn, als sein Geld auf der Pferderennbahn zu verwetten, und er kommt auf die Idee, bedrängt durch einen ziemlich hartnäckigen Gläubiger, Davids Kind zu entführen. Soviel zur Handlung. Was zeichnet neben dem Sog der Story dieses Buch noch aus? Es ist die Gabe von Jason Starr, seine Figuren zu beleuchten, den Erfolgsmenschen ebenso wie den Verlierer und Zocker. Da ist zum Beispiel Joey, der sich den ganzen Tag am liebsten treiben lässt und lästigen Auseinandersetzungen aus dem Weg geht. Seine Welt besteht aus zwei Polen - dem Sofa um sich stundenlangen Base- und Footballspiele anzuschauen - und die besagte Pferderennbahn, um seiner Spielsucht zu frönen und sein kanpp bemessenes Geld zu verschwenden. Vom Standpunkt des Lesers ist er der Typ des nicht unsympathischen Taugenichts. Er ist es dann auch, der David die Stirn bietet als dieser mit seinen Ehebrucheskapaden prahlt. David, der sich in seinem Machotum suhlt und sich als Nabel der Welt glaubt, wird von diesem "Looser" entlarvt. Seine Bigotterie und Kläglichkeit wird ihrer Fassaden beraubt. Würde Joey sich in der weiteren Handlung nicht auf die Seite der Kindesentführer stellen, wäre ihm ein "Hut ab" sicher. Schon bald ist der Leser beseelt von dem Wunsch, den Schurken möge es so richtig an den Kragen gehen. Ob das eintrifft… Dieser Krimi ist so richtig nach meinem Geschmack, mit dem richtigen Tempo, ambivalenten Figuren und einem passenden Showdown und Finale.

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