![]() |
Tip
des Monats April 2003
Jonathan
Safran Foer |
||||||||||||||
|
Mit
dem Umschlag fängt es schon an, liebe Freunde der buchkultur.de. Auf
Anhieb können Sie nicht erkennen, was bei dem vorliegenden Roman vorn
und was hinten ist, denn auf beiden Seiten steht der Titel, einmal weiß
auf schwarz, dann schwarz auf weiß. Und so verwirrend beginnt dann
auch die urkomische Reise in die Ukraine, auf der Sie den Autor über
knapp vierhundert Seiten hinweg begleiten. In die Ukraine? Jawohl, denn dorther stammt Jonathan Safran Foers Großvater, der als einziger der Familie die Nazizeit überlebt hat. Der Autor tritt also selbst auf, als jüdischer Schriftsteller aus New York, der begleitet wird von Alexander, seinem Übersetzer, dessen Großvater und last not least der Hündin Sammy Davis jr. jr. , die Jonathan zunächst überhaupt nicht leiden kann. Wir haben es hier auf gar keinen
Fall mit einem sogenannten Pageturner zu tun. Bis wir Leser "erleuchtet"
werden, müssen wir ganz schön mitarbeiten, die grauen Zellen
anstrengen, damit wir den Sprachwitz Foers in dem Maße schätzen
können, den er verdient. Aber ich verspreche Ihnen: Es lohnt sich!
Und dass dieser Roman auch für uns deutsche Leser ein Hochvergnügen
sein kann, danken wir dem Übersetzer Dirk van Gunsteren, der hier
Enormes leistet.
|